Zurück

weiter...

Einige der Instrumente bei der
Schembart Gesellschaft

Chrotta

Die Chrotta ist eine von der klassischen Lyra abstammende kymbrische Leier (engl. "Crwth"). Sie hat vier Saiten, die gestrichen werden und zwei nur mitklingende Bordun-Saiten. Ihr leiser, warmer Klang schafft es nicht, einen großen Konzertsaal zu "beschallen". Unterscheidet sich konstruktiv von der Geige, ist jedoch ähnlich zu spielen. Die Bogenführung und die Griffmöglichkeiten sind eingeschränkt. Bei Schembart spielen wir ein Sopran- (Violin-Stimmung) und ein Alt-Instrument (Bratschen-Stimmung).


Fidel

auch Vielle, Fidula, Videl, Vedel oder Fithele genannt. Vorläufer der Violine. Meist mit 4 -6 Spielsaiten, mit und ohne Griffbünden. In verschiedenen Größen und Tonlagen; die Körperform ist oft spatenförmig oder oval. Die Fidel wird je nach Größe am Knie oder am Hals gespielt. Bis ins 15. Jahrhundert war sie das wichtigste Streichinstrument.

Gambe

Viola da gamba, verwandt mit den Lauten, gab es in allen Größen und Tonlagen. Die 6 Saiten müssen häufig nachgestimmt werden. Typisch sind Bünde am Griffbrett und ein besonderer Bogen. Blütezeit war etwa 1500 - 1700.

Krummhörner

in allen Tonlagen: vom Sopran bis zum Baß. Doppelrohrblatt-Instrument mit Windkapsel, so daß das Rohrblatt nicht berührt, sondern nur indirekt angeblasen wird. Muß sehr kräftig geblasen werden. Schwierig zu spielen, weil mehr oder weniger Blasdruck sofort die Tonhöhe verändert.
Typisch ist der nasale Klang, die Griffweise ist ähnlich der der Blockflöte. Hat im Barock an Bedeutung verloren, weil es u.a. wegen dem kleinen Tonumfang den höheren Ansprüchen musikalischen Ausdrucks, z.B. als Soloinstrument, nicht gewachsen war. Wurde 1542 nachweislich auch in Nürnberg gebaut.

Posaune

Aus der Zugtrompete entstanden und bis heute wenig verändert, allerdings früher mit enger Mensur und - wie die Zinken - mit schmaler Tonöffnung. Gespielt mit Kesselmundstück, d.h. die Lippen erzeugen direkt den weichen Ton.


Gemshörner

sind eine Sonderform der Flöte in vielen Stimmlagen. Tierhörner wurden kunstvoll bearbeitet; die heutige Rekonstruktion verwendet Kuh-Hörner. Angenehm abgerundeter sanfter Klang. Griffweise ähnlich der bei Blockflöten, der Tonumfang ist jedoch weit geringer.

Laute

Zupfinstrument mit rundem Rücken und ursprünglich abgeknicktem Wirbelkasten (beides im Gegensatz zur Gitarre). Sehr unterschiedliche Anzahl von Einzel- und Doppelsaiten (unter anderem 12, 19, 20 und mehr). Kam im 10. Jahrh. nach Europa und war 1400 - 1600 sehr beliebt. Dann von der Gitarre abgelöst, weil diese leichter zu spielen war

Schlagwerk

Eine Vielzahl von Instrumenten: "glöcklin, zymbeln vnd schellen, Herpaucken, Trumeln vnd clein paücklin". Schraptopf, Rasseln, Klappern und Ratschen.

Renaissance-Flöten

sind Blockflöten in allen Tonlagen vom "Gar Klein Flötlein" bis zur 2 m hohen "Sub-Baß-Flöte". Die gegenüber heutigen Flöten weitere Bohrung läßt sie dunkler und voller klingen. Der Tonumfang ist dabei geringer. Die Blockflöten insgesamt wurden im 18. Jahrhundert von der Querflöte verdrängt und erst im 20. Jahrhundert wiederentdeckt.

Pommer

Schalmei-Instrument der "lauten" Musik. Rohrblatt wird direkt mit den Lippen geblasen. Sehr kräftiger Ton. Nur bei richtigem, starkem Druck stimmt die Tonhöhe. Empfindlich auf Feuchtigkeit und Temperatur, nicht alle Töne "stehen".


Rauschpfeife

Deutsches Doppelrohrblatt-Instrument mit Windkapsel ähnlich dem Krummhorn. Muß aber noch weit kräftiger angeblasen werden.


Zurück...

weiter...
Deutsche Sackpfeife

hat sich vom Hirteninstrument zu einem der beliebtesten Instrumente des Mittelalters entwickelt. Der Luftsack wird mit dem Mund gleichmäßig aufgeblasen. Mit dem Arm drückt der Spieler die Luft aus dem Sack in die Flöten /Pfeifen, die mit Griffen wie bei den Blockflöten gespielt werden. Typisch sind 1-3 Bordunpfeifen,die immer mitklingen. Heutzutage in ähnlicher Form in ganz Europa noch anzutreffen.

   

Schembart Gesellschaft Nürnberg e.V. - Gestaltung Horst Kaufmann - Kontakt, Anregungen, Auftritte: e-mail info@schembart.de