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Sonntag, 9.7.2006 -- 11.00 Uhr / Mittwoch, 19.7.2006 -- 20.00 Uhr
Mittwoch, 12.7.2006 -- 20.00 Uhr / Sonntag, 23.7.2006 -- 11.00 Uhr
im Krafft'schen Hof in Nürnberg, Theresienstraße 7
bei schlechtem Wetter in der Vorhalle
- Karten an der Veranstaltungskasse -
- Kasse öffnet 30 Minuten vor Veranstaltungsbeginn -
Eintritt: 8 € / 5 €
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Endlich wieder daheim.
Martin Holzschuher, ein Nürnberger Patrizier, ist gesund und wohlbehalten
von seiner langen Orientreise zurückgekehrt. Im 16. Jahrhundert durchaus
keine Selbstverständlichkeit: die Wege waren unsicher, man lebte in
ständiger Angst vor Überfällen, die Überquerung der Alpen und auch die
Überfahrt in das Heilige Land waren nicht nur von der Freundlichkeit des
Wettergottes abhängig.
Umso fröhlicher lädt der Hausherr, zurück in Nürnberg, befreundete
Patrizier
zu einem gemeinsamen Fest ein. Und ihnen erzählt Martin von seinen
Erlebnissen.
Denn vielfältig waren die Eindrücke von seiner langen
Reise: ... ein bacchantisches Fest in Venedig, ... eine beschwerliche
Überfahrt auf dem Mittelmeer, ... die lang ersehnte Ankunft im Heiligen
Land, ... und schließlich verschmelzen für ihn
Orient und Okzident wie in einem Traum.
Die Mitglieder der Nürnberger Schembart-Gesellschaft illustrieren die
einzelnen Stationen dieser fiktiven Reisegeschichte mit Gesang, Musik und
Tanz.
Gekleidet in Kostüme des 16. Jahrhunderts lassen sie
die Erlebnisse dieser Reise wiedererstehen.
Ebenso vielfältig wie die Eindrücke des reisenden
Patriziers sind die musikalischen und tänzerischen Einlagen des Ensembles:
Zunächst geht es im patrizischen Nürnberg noch etwas steif einher, doch
bald steigern sich Lebensfreude und Temperament mit der Überquerung der
Alpen und mit den Erlebnissen eines Festes in Venedig.
Bacchus und die Nymphen sind dabei und typisch italienische Liebeslieder
erklingen. Auch bei der Überfahrt auf dem Schiff wird musiziert und
getanzt. Und schließlich im Orient angekommen, vermischen sich
abendländische
Melodien mit orientalischen Rhythmen und Tanz.
Der Diener Veit, Reisebegleiter des Patriziers, hat im
zweiten Teil des Programms seinen großen Auftritt:
Da wird das Fest noch einmal gefeiert, aber dieses Mal versammelt sich das
Gesinde des Hauses Holzschuher im Hof und feiert dort sein eigenes Fest,
so lange der Haus- und Hofmeister nicht dauernd zum Dienst
an der patrizischen Tafel mahnt.
Man lauscht den Schilderungen des Veit. Die Bediensteten
schauen sich vom Fest der Patrizier und ihren Tänzen einiges ab und
spielen, tanzen
und feiern jetzt, während die Klänge vom Patrizierfest aus der Ferne
herüberwehen, auf ihre eigene, etwas derbe Weise.
Für die Mägde und Knechte spielen Bettelmusikanten auf
und Elemente des Volkstanzes zeigen sich, während die Erzählungen des Veit
immer fantastischer und unglaubwürdiger werden. So werden die Tänze mit
jedem Schluck Wein ausgelassener und eine kleine Rauferei bedeutet quasi
das "natürliche" Ende dieses Festes.
Sie können dabei sein !
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