Die Tänze der Renaissance ...

 


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... waren bei den Bauern und dem einfachen Stadtvolk schlichter, aber auch bewegter und oft vielleicht fröhlicher als bei den Adligen am Hofe. Einfache Schrittfolgen und freche Gesten standen gravitätischen Schreittänzen gegenüber. Trotzdem gelangten gelegentlich Bauerntänze in verfeinerter Form an die Fürstenhöfe. Entsprechen Musik und Tänze dem Original jener Zeit?

Die Rekonstruktion der Tänze ...
... basiert in den meisten Fällen (Pavane, Gaillarde, Branles u.a.) auf exakten Beschreibungen der Schrittfolgen durch Tanzmeister der damaligen Zeit. Bereits ab Mitte des 16. Jahrhunderts gibt es Aufzeichnungen von T. Arbeau, M. Fabritio Caroso und Cesare Negri, die alle im Zeitraum 1519 bis 1604 lebten. Alte Abbildungen der Tänze, aber auch persönliche Auslegungen, ergänzen dann zum Teil Hand- und Körperhaltung sowie die weitere Interpretation.

Allein auf der Grundlage von Abbildungen, unter anderem von Breughel, wurden Tänze rekonstruiert, über die keine schriftlichen Aufzeichnungen existieren. Moresca und Trotto gehören hierzu.

Pavane - Der Name dieses höfischen Tanzes kommt aus dem Italienischen und bedeutet "Pfauentanz". Entsprechend handelt es sich dabei um einen gravitätischen Schreittanz, der nicht selten dazu diente, mit Fest- und Ehrenkleidern zu prunken

Gaillarde - ist ein Springtanz mit zum Teil komplizierten Schrittfolgen. Meist folgt sie als Nachtanz unmittelbar auf eine Pavane.

Der Deutsche Dantz - war der Tanz der Deutschen. Er wurde in etwas anderer Ausführung auch in Frankreich und England getanzt und hieß dort entsprechend "Allemande" und "Almain". Dazu gehört ein lebhafter Sprungtanz mit gleicher Melodie, aber wesentlich schneller, der sogenannte Hupfauf.

Branle - Der Branle war ursprünglich ein französischer Volkstanz, der meist im Reigen getanzt wurde. Es gibt sehr viele Formen des Branle. Oft werden mehrere Melodien zu Suiten zusammengefaßt.

Moresca - Der Name des pantomimischen Groteskentanzes weist auf die Mauren hin. Als Hauptvorlage dienen die geschnitzten Figuren des Erasmus Grasser, die im Münchner Stadtmuseum stehen.


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